mydirtyhobby-Amateure im Visier der Finanzämter (Umsatzsteuer und ggf. Steuerhinterziehung)

AmateureVorsicht ist Amateurinnen geboten, die in den Jahren zwischen 2007 und 2012 Erotikclips über die Plattformen www.mydirtyhobby.de, www.mydirtyhobby.com, www.privatamateure.com und privatakt.com vertrieben haben. Neben hohen Steuernachforderungen drohen auch bei sog. Zufallsfunden strafrechtliche Verurteilungen. Der deutsche Fiskus hatte die Hintermänner des undurchsichtigen Firmengeflechts (Sagent Group, Verity Marketing Ltd., Novonet B.V., Fiscal Group Ltd. und Colbette Holding Ldt.) in Verdacht, den Firmensitz statt im europäischen Ausland in Wirklichkeit in Hamburg zu haben. Hierbei ging es dem deutschen Staat in erster Linie um die bisher nicht in Deutschland versteuerten Gewinne aus den Videoverkäufen von mydirtyhobby an die Endkunden (sog. Mitglieder). Zu diesem Zweck wurden umfangreich durch Steuerfahndung Durchsuchungen durchgeführt und Unterlagen beschlagnahmt sowie Kontrollmitteilungen angefertigt. Es fanden auch Hausdurchsuchungen oder Außenprüfungen bei umsatzstärkeren Amateurinnen statt. Zwischenzeitlich haben sich die damaligen Verantwortlichen von mydirtyhobby, insbesondere Herr Fabian Thylmann, mit dem Finanzamt im Rahmen einer tatsächlichen Verständigung darauf geeinigt, dass in Deutschland Steuern zu zahlen gewesen wären.


Quasi als Nebenprodukt der ganzen Aktion müssen nun auch Amateurinnen bangen. Durch das strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen die Betreiberfirmen befinden sich die Finanzämter im Besitz von sämtlichen Abrechnungen und Kontaktdaten der Amateurinnen. Weil es sich nunmehr um inländische Umsätze der Amateurinnen an die Betreiberfirma handelt, will das Finanzamt jetzt von den Amateurinnen nachträglich 19 % Umsatzsteuer plus 6 % Zinsen p.a. auf alle noch nicht festsetzungsverjährten Umsätze. Dieses kann zwischen vier und im Falle der Steuerhinterziehung sogar bis zu 13 Jahren in die Vergangenheit zurückgehen. Steuerfachanwalt Spies steht an Ihrer Seite, um mit dem Finanzamt eine Verständigung zu erzielen, die auf Ihre persönlichen Umstände und die Billigkeit Rücksicht nimmt. Im Rahmen von Billigkeitserlassen lassen sich die grundsätzlichen Steuerfolgen angemessen mildern.

Wer seine Umsätze jedoch bisher noch gar nicht steuerlich erfasst hat, kann richtig Ärger bekommen. Die durch die Erotikclips erzielten Einkünfte sind ab dem ersten Euro in den jährlichen Einkommensteuererklärungen zu erklären gewesen. Wer das nicht gemacht hat, hat sich womöglich wegen Steuerhinterziehung strafbar gemacht. Je nach Höhe der hinterzogenen Steuer droht eine Freiheitsstrafe (welche jedoch regelmäßig noch zur Bewährung ausgesetzt wird) oder eine Geldstrafe. In kleinen Fällen mag es Verteidigern sogar noch eine Einstellung des Strafverfahrens gegen eine Geldauflage gelingen.

Wer noch keine Post vom Finanzamt erhalten hat, sollte jetzt schnell sein! Eine Selbstanzeige kann die Strafbarkeit vermeiden. Diese muss jetzt aber rasch abgegeben werden. Aufgrund vieler formaler und inhaltlicher Fallstricke sollten Sie hierfür auf jeden Fall einen erfahrenen Steuerstrafrechtler hinzuziehen und mit der Abgabe beauftragen. Rechtsanwalt Spies in Düsseldorf ist Fachanwalt für Steuerrecht und Fachanwalt für Strafrecht. Er ist bundesweit auf dem Gebiet des Steuerstrafrechts und der Selbstanzeigeberatung tätig. Gerne hilft er auch Ihnen im Kampf um Gerechtigkeit.

Ist ein persönliches Treffen nicht möglich - Rechtsanwalt Spies, Fachanwalt für Steuerrecht und Strafrecht in Düsseldorf besucht Sie nach vorheriger Vereinbarung auch bundesweit - ist eine erste Beratung und Mandatserteilung auch unkompliziert telefonisch (0211/38548866) oder per Skype (spies.rechtsanwaltskanzlei) möglich.

Steuerfachanwalt und Strafverteidiger Spies, Düsseldorf - Freitag, 27. März 2015 08:55:42 GMT

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