Schätzungen vom Finanzamt? Betriebsprüfung droht! Oberfinanzdirektion NRW gibt Schwerpunkte für Betriebsprüfung 2015 bekannt

BetriebsprüfungSelbständige und Gewerbetreibende müssen sich auf intensivere Prüfung bei den Problemfeldern Liebhaberei, abweichende Gewinnverteilung, Investitionsabzugsbetrag, Umwandlungen/Einbringungen, Gesellschafterwechsel, Schuldzinsenabzug, Vermögensübertragung, Dauerschätzfälle, Photovoltaikanlagen; negatives Kapitalkonto, Verluste bei beschränkter Haftung (§ 15a EStG); Übertragung Mitunternehmer-Anteile (§ 16 EStG); Anteilsveräußerung (§ 17 EStG) und dem Klassiker Betriebsaufspaltung einstellen.

Sonstige praxisrelevante Prüffelder sind bei Arbeitnehmern die doppelte Haushaltsführung, Arbeitszimmer und Werbungskosten. Bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung die Einkunftserzielungsabsicht, anschaffungsnaher Aufwand, Vermögensübertragung, hohe Erhaltungsaufwendungen und Werbungskosten.

Statistisch werden zwar Kleinbetriebe nur alle 21 Jahre, Kleinstbetriebe sogar nur alle 53 Jahre, durch eine Außenprüfung geprüft. Doch können Sie bei Unregelmäßigkeiten schneller auf der Prüfliste stehen, als man glauben mag. Dieses gilt umso mehr, als die auf fehlerhafte Besteuerung hinweisenden Parameter längst computermäßig durch die EDV-Systeme der Länderfinanzverwaltungen erfasst werden können.

Extrem wachsam müssen nun die Unternehmer sein, die über mehrere Jahre keine Steuererklärungen eingereicht haben und in der Folge vom Finanzamt geschätzt wurden. Wurde vom Finanzamt zu niedrig geschätzt, liegt eine vollendete Steuerhinterziehung vor. Bis das Finanzamt Ermittlungen im Besteuerungsverfahren einleitet, kann oftmals sehr lange dauern. Früher oder später geschieht dieses jedoch regelmäßig, mit dann oftmals katastrophalen Folgen. Neben der Nachversteuerung und Verzinsung droht eine hohe Geldstrafe oder gar eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe. Da die so genannten Dauerschätzfälle nunmehr Prüfungsschwerpunkt sind, ist damit zu rechnen, dass Steuerpflichtige, die mehrere Jahre keine Steuererklärungen abgegeben haben, nunmehr Prüfungsanordnungen für eine Betriebsprüfung bekommen werden.

Haben auch Sie in der Vergangenheit es mit der Abgabe der Steuererklärungen nicht so genau genommen, müssen Sie rasch handeln. Beauftragen Sie Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht und Fachanwalt für Strafrecht Spies in Düsseldorf umgehend mit der Anfertigung einer strafbefreienden Selbstanzeige für Sie! Handelns Sie rechtzeitig bevor Ihnen eine Prüfungsanordnung oder die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bekannt geben wird. Ab diesem Moment ist nämlich die Chance auf Straffreiheit verspielt.

Steuerfachanwalt und Strafverteidiger Spies, Düsseldorf - Montag, 30. März 2015 07:32:54 GMT

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