Beratung Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer

Schenkungen und Erbfälle unterliegen in Deutschland dem Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG). Steuerschuldner ist der Erwerber. Des Weiteren unterliegen Zweckzuwendungen sowie unter bestimmten Voraussetzungen das Vermögen von Stiftungen und Vereinen einer Steuerpflicht.

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Zu unseren Leistungen zählen insbesondere:


Der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegt das gesamte Vermögen, unabhängig von Belegenheitsort, wenn zum Zeitpunkt der Schenkung oder des Todes Erwerber oder Schenker bzw. Erblasser Inländer ist. Wer als Inländer zählt, führt § 2 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG auf. Besonders erwähnenswert ist, dass deutsche Staatsangehörige auch wenn kein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt mehr in Deutschland besteht noch weitere fünf Jahre nach Wegzug als Inländer zählen.

GoldNicht immer ist der gesamte Nachlass bzw. Schenkung steuerbar. Für gewisse Zuwendungen bestehen Steuerbefreiungen. Zu nennen sind hier beispielsweise unter gewissen Voraussetzungen die Übertragung von Hausrat, Zuwendung zum Zwecke des angemessenen Lebensunterhaltes oder übliche Gelegenheitsgeschenke.

Eine Steuerbefreiung kann auch für selbstgenutzen Wohnraum und für betriebliches Vermögen in Betracht kommen. Hierbei gilt es jedoch die strengen Anforderungen der Finanzbehörden zu beachten. Hinsichtlich selbstgenutzen Wohnraums ist besonders darauf hinzuweisen, dass keine - auch nur teilweise - betriebliche Mitbenutzung vorliegen darf.

Für betriebliches Vermögen besteht grundsätzlich eine anteilige Steuerfreiheit, wenn der Betrieb im Kern über eine fünfjährige Behaltefrist fortgeführt wird. Hat der Betrieb mehr als zwanzig Beschäftigte so ist zusätzlich erforderlich, dass in dem Fünfjahreszeitraum die Lohnsumme nicht geringer als viermal die Ausgangssumme zum Zeitpunkt der Zuwendung beträgt. Unter gewissen Voraussetzungen ist auch der Restbetrag unter Berücksichtigung des sog. Abzugsbetrags von 150.000.- EUR steuerfrei. Alternativ kann auch zu einer siebenjährigen Bahaltedauer optiert werden (Optionsmodell). Durch die Verlängerung auf sieben Jahre erreicht der Erwerber, dass sich der Verschonungsabschlag auf 100 % des erworbenen betrieblichen Vermögens erstreckt (und er insoweit gänzlich erbschaftsteuerfrei wird).

AchtungJeder der Erbschaftsteuer unterliegende Erwerb ist vom Erwerber, bei einer Zweckzuwendung vom Beschwerten, binnen einer Frist von drei Monaten nach erlangter Kenntnis von dem Anfall der Erbschaft bzw. vom Eintritt der Verpflichtung dem für die Verwaltung der Erbschaftsteuer zuständigen Finanzamt schriftlich anzuzeigen. Verstöße hiergegen können den Tatbestand einer Steuerhinterziehung begründen!

Sind Sie Alleinerbe, Miterbe oder Testamentsvollstrecker geworden und befindet sich bisher unversteuertes Vermögen bzw. lagen in der Vergangenheit unversteuerte Einkünfte des Erblassers vor, so trifft Sie eine unverzügliche Handlungspflicht. Ansonsten machen Sie sich selbst strafbar. Idealerweise geschieht bei einer Mehrheit von Personen die Abgabe einer Berichtigungserklärung oder Selbstanzeige koordiniert durch einen Rechtsanwalt. Ansonsten droht ein Wettlauf um die Selbstanzeige, in der alle anderen als der Ersterklärende eine Bestrafung riskieren! Informieren Sie sich hier, was bei unversteuerten Einkünften in der Erbmasse zu tun ist.


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