PuppenspielerBestechung und Vorteilsgewährung

Korruption, Bestechung und Vorteilsgewährung (im Amt)

Unter Korruptionsdelikte fasst man auf Seiten des Gewährenden die Vorteilsgewährung nach § 333 StGB (als Vorteil für die Vornahme rechtmäßiger Amtshandlungen) und die Bestechung nach § 334 StGB (als Vorteil für die Vornahme rechtswidriger Amtshandlungen sowie hierzu spiegelbildlich auf Seiten des empfangenden Amtsträgers die Vorteilsnahme nach § 331 StGB bzw. die Bestrechlichkeit nach § 332 StGB.

Kind mit GeschenkBestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr

Ist der Empfänger kein Amtsträger, ist eine Strafbarkeit nach § 299 StGB wegen Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr gegeben.

Die Grenzen zwischen gesellschaftlich notwendigem Miteinander und strafbarem Unrecht sind in diesem erst relativ spät beachteten, dann jedoch durch die Bildung entsprechender Schwerpunktstaatsanwaltschaften politisch motiviertem Ermittlungsbereich, immernoch nicht endgültig geklärt. Auch Auslandssachverhalte werden durch deutsche Staatsanwaltschaften verfolgt.

Eine breite und unübersichtliche Palette höchstgerichtlicher Judikatur ist zu diesem Teilbereich entstanden und will im Rahmen einer guten Verteidigung entsprechend auf fruchtbringende Entscheidungen abgeklopft werden.

Typische Fallkonstellationen im Korruptionsrecht sind:

  • Schmiergeldzahlungen an Politiker oder Verwaltungsbeamten (Flick-Spendenaffäre)
  • Organisierte Schmiergeldzahlungen in weltweiten Konzernstrukturen (Siemens-Komplex)
  • Unternehmensspenden an Parteien (Kölner Müllskandal)
  • Korruption im Gesundheitswesen (Herzklappenskandal)
  • Empfang von Bestechungsgelder von Regierungen, um unternehmerische Entscheidungen zu beeinflussen, zumeist einhergehend mit Untreue und Einflussnahme auf Betriebssrat (VW-Skandal)

Mann an der Leine


Blaulicht AnwaltsnotrufMachen Sie unbedingt von Ihrem Schweigerecht gebrauch und benachrichtigen Sie über die Notfallnummer 02 11 / 38 54 88 65 Rechtsanwalt und Strafverteidiger Spies in Düsseldorf und Hamburg unverzüglich über die Zwangsmaßnahme.
Der Anruf beim Anwalt ist Ihr elementares Recht und kann Ihnen nicht verwehrt werden!


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